Projekte
Klinik Lich
Elektrotechnische Sanierung des Personalwohnheims
Generalunternehmung
Umfassende Ertüchtigung einer veralteten Elektroanlage im laufenden Betrieb
Ein Gebäude aus den 1970er Jahren trägt die elektrotechnische Handschrift seiner Entstehungszeit: Leitungsführungen, die für eine andere Nutzung ausgelegt waren, Verteilungen ohne eindeutige Etappenzuordnung und eine Gesamtanlage, die den gestiegenen gesetzlichen und brandschutztechnischen Anforderungen nicht mehr genügt. Hinzu kamen im Laufe der Jahre teilweise Nutzungsänderungen, die die Ausgangssituation zusätzlich komplex machten.
chore übernahm die umfassende Ertüchtigung der gesamten Elektroinstallation des Personalwohnheims der Klinik Lich und brachte das Gebäude auf den aktuellen Stand der gesetzlichen Bauordnungen.
Auftraggeber
Asklepios KlinikenStandort
Lich, HessenBranche
Healthcare
Umfang der Baumaßnahmen
Die Sanierung umfasste die vollständige Erneuerung der elektrischen Infrastruktur des Gebäudes, von der neuen Hauptzuleitung über etageweise Unterverteilungen bis hin zu begleitenden Bau- und Schachtarbeiten. Als Generalunternehmen koordinierte chore alle beteiligten Gewerke und stellte sicher, dass der laufende Betrieb zu keinem Zeitpunkt unterbrochen wurde.
Neue Hauptzuleitung
Kern der Sanierung war die Installation einer neuen Zuleitung von der Objekt-Niederspannungshauptverteilung über eine Distanz von 175 Metern. Wo immer möglich, wurden bestehende Leitungen im Gebäude weitergenutzt, um den Eingriff in die Bausubstanz auf das notwendige Maß zu begrenzen und gleichzeitig wirtschaftlich zu arbeiten.
175 m Zuleitung
NSHV-Anbindung
Bestandsnutzung
Unterverteilungen und Etageninstallationen
Auf jeder Etage wurden neue Unterputz-Unterverteiler eingebaut, die aufgrund der individuellen baulichen Gegebenheiten pro Stockwerk in Handarbeit gefertigt wurden. Etagenübergreifende Installationen, die im Laufe der Jahrzehnte gewachsen und schwer nachvollziehbar geworden waren, wurden konsequent aufgelöst. Das Ziel: eine eindeutige, normgerechte Zuordnung der elektrischen Versorgung pro Etage, die künftige Wartung und Fehlersuche erheblich vereinfacht.
Unterverteiler
Etageninstallation
Normgerechtigkeit
Neuer elektrischer Betriebsraum
Für die Sicherheitsstromversorgung des Gebäudes reichte die bestehende Infrastruktur nicht mehr aus. Eigens für dieses Projekt wurde ein neuer elektrischer Betriebsraum für die SV-Hauptverteilung in F90-Qualität errichtet, der den brandschutztechnischen Anforderungen an einen solchen Bereich vollständig entspricht.
SV-Hauptverteilung
F90-Brandschutz
Sicherheitsstromversorgung
Begleitende Bau- und Schachtarbeiten
Die Kabelverlegung und der Einbau der neuen Infrastruktur waren ohne umfangreiche bauliche Begleitmaßnahmen nicht zu realisieren. Kernbohrungen, Kabelverlegungen sowie Trockenbau-, Beton- und Maurerarbeiten gehörten zum festen Bestandteil des Projekts und erforderten eine enge Abstimmung zwischen den Gewerken.
Kernbohrungen
Kabelverlegung
Brandschutz-Schottung
Besondere Herausforderungen und Lösungsansätze
Gebäudekomplexität über zehn Stockwerke
01
Das Gebäude erstreckt sich über acht Stockwerke und zwei Untergeschosse – eine Dimension, die die Sanierung in nahezu jeder Hinsicht anspruchsvoll machte. Die Installation der Zuleitungen erfolgte über einen 20 Meter hohen Lichtschacht auf zwei separaten Kabeltrassen. Die Durchquerung zahlreicher Brandabschnitte machte zudem spezielle Brandschutz-Schottungen erforderlich, deren genauer Umfang erst nach aufwendigen Messungen ermittelt werden konnte.
Laufender Betrieb auf mehreren Nutzungsebenen
Die Sanierung wurde durchgeführt, während das Gebäude durchgehend in Betrieb war – als Ausbildungsstätte, Personalabteilung, Schulungsräume und geriatrische Tagesklinik gleichzeitig. Das erforderte eine außergewöhnlich vorausschauende Planung und Koordination, um alle Nutzungsbereiche während der gesamten Bauphase funktionsfähig zu halten.
02
Aufrechterhaltung des Haupt-IT-Servers
Eine besonders sensible Anforderung war die unterbrechungsfreie Weiterführung des Haupt-IT-Servers. Um dies zu gewährleisten, wurde eigens eine Überbrückung der Stromversorgung aus einem anderen Gebäudeteil eingerichtet – eine technische Lösung, die eine enge Abstimmung zwischen den Gewerken und ein hohes Maß an Planungssorgfalt erforderte.
02

Vom Altbestand zur normgerechten Elektroanlage
Die Sanierung stellt die höchstmögliche Anlagenverfügbarkeit und Betriebssicherheit der gesamten elektrischen Anlage sicher und gewährleistet optimalen Schutz im Fehlerfall für Bewohnende, Nutzende und den Betreiber. Im Rahmen des Projekts wurden vollständige neue elektrische Pläne des Objekts erstellt, Bestandsverkabelungen auf Sicherheit überprüft und eine umfassende Errichter-Bescheinigung mit allen notwendigen Dokumentationen und Zulassungen ausgestellt. Die Funktionsfähigkeit aller neu eingebauten Betriebsmittel wurde durch Tests und Messungen nachgewiesen und dokumentiert.
Zehn Stockwerke, laufender Betrieb, IT-Server nicht unterbrechen: und trotzdem sauber durchgezogen. Das war kein Standardprojekt.
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